Kunsthaus R3

Sie befinden sich hier: Kunsthaus R3 > Chronik

Chronik

Die Idee spukte schon lange in den Köpfen: Eine Begegnungsstätte für Kunst und Kultur, zentral in Ansbach gelegen, sollte es sein. Die Vorstände der Kunst-/Kulturvereine „Speckdrumm“ und „Brücke 92“ initiierten dazu Ende 2004 beginnend ein gemeinsames Projekt.
Mit dem Motto „Kunst, Kultur, Kommunikation“ hat das Vorhaben für einen ansprechenden innerstädtisch zentral gelegenen und dauerhaften kulturellen Treffpunkt auch die Verantwortlichen der Stadt überzeugen können. Neben Eigenmittel der Trägervereine, Zuschüsse der Kommune und eine Anschubfinanzierung aus dem Programm-Mitteln „Soziale Stadt“ des Freistaates Bayern konnte der Umbau eines früheren Lebensmittelmarktes in der Reitbahn 3, der zuvor provisorisch und gelegentlich für Ausstellungen genutzt wurde, sowie die erste Betriebszeit des Kunsthauses finanziert werden.
Die Eröffnung des Kunsthauses R3 fand dann am 03. Mai 2006 statt.
Seit dem stehen rund 400 m² Ausstellungsfläche, ein Empfangsbereich, ein gesondertes Kabinett für Besprechungen und Workshops, die nötige Infrastruktur wie Garderobe, Sanitär-, und Teeküchenbereich zur Verfügung.
Beginnend mit der ersten Ausstellung war bereits erkennbar, wohin die Reise künftig gehen sollte. Dank des Engagements der Trägervereine, dem Einsatz vieler ehrenamtlich tätiger Helfer und Dank Zuwendungen von unterschiedlichen Förderern hat sich das Kunsthaus R3 als eine kulturelle Begegnungsstätte mit und für breite Bevölkerungsschichten etabliert. Ohne abgehoben zu sein, wird das urbane Miteinander in Ansbach durch regen, anspruchsvollen Kulturbetrieb bereichert. Man hat für Besucher immer ein offenes Ohr, bietet einen Ort der Begegnung und zum Austausch unterschiedlicher Gedanken und Meinungen. „Offenheit“ zeigt sich auch darin, dass im Kunsthaus seit einiger Zeit der Film- und Videoclub Ansbach und der
Fotoclub Ansbach regelmäßig hier ihre Clubabende veranstalten können.
Beim Ansbacher Kunstpreis sowie beim Jugendförderpreis für bildende Kunst ist das Kunsthaus R3 mit Know-how und Infrastruktur seit seinem Bestehen mit dabei.

 

 

Gleichgültig, ob Ausstellung, Lesung, Konzert oder andere, darstellende Kunst wie Theater, Tanz oder Film, über die Jahre hinweg ist im Kunsthaus immer Betrieb mit Niveau gewesen. Die Auslastung liegt kontinuierlich bei über 90 Prozent der Tage im Jahr. Dies ist um so bemerkenswerter, wenn man sich vergegenwärtigt, dass bis heute die gesamte Organisation und Durchführung der Veranstaltungen auf Grundlage des Ehrenamtes erfolgt. Allein für eine Ausstellung können schnell bis zu 1000 Stunden zusammen kommen.
Schon bei der Eröffnung wurde das Kunsthaus als „neuer Fixstern an Ansbachs Kulturhimmel“ bezeichnet. Heute ist allgemein unstrittig, dass dieser Anspruch eingelöst werden konnte. Namhafte KünstlerInnen, Qualität und Vielfalt der Werke, interessante (Reiz)-Themen „am Puls der Zeit“, alles professionell vorbereitet und präsentiert, haben zum guten Ruf in der „Szene“ (und darüber hinaus!) beigetragen. Hinzu kommt, dass Jahr für Jahr mit einem vielfältigen Angebot künstlerischer Kurse und Reisen zu Kunstausstellungen der Veranstaltungskatalog abgerundet wird.
Immer wieder wurden mit neuen Ideen Anstöße gegeben, die über das Kunsthaus hinaus gehen. Offen für Neues bleiben und nicht in einem Elfenbeinturm zu erstarren, waren das Ziel. Versucht wurde, eine „Artothek“ zur Ausleihe von Kunstwerken dauerhaft zu etablieren. Diese Idee, schon mehrmals versucht, soll wiederbelebt werden. Neben dem Kunsthaus in der Reitbahn bestehen an der Promenade mit dem „gelben Fenster“ und der gotischen Halle im Stadthaus seit einiger Zeit weitere Ausstellungsmöglichkeiten. Die Junge Kunstschule (JUKS),
bestehend seit 2007, verfügt seit Anfang 2015 über eigene Räume in der Nürnberger Straße.
Ein breit gestreutes Programm soll Kindern und Jugendlichen den kreativen Zugang kostengünstig zu kreativer Ausdrucksfähigkeit ermöglichen.